Schwarmfang

Die Schwarmtätigkeit der Bienen


In den Monaten von Mai bis Juli steht bei den Bienen alles auf Vermehrung. In dieser Zeit ist eine der Haupttätigkeiten des Imkers den Schwarmtrieb der Bienen zu unterdrücken. Die Bienenvölker vermehren sich, in dem ein Teil des Volkes mit der alten Königin auszieht und eine neue Behausung sucht. Das Volk hat für diesen Fall schon angefangen eine neue Königin zu ziehen. Ein paar Tage vor dem Schlupf oder direkt am Tag des Schlupfes zieht die alte Königin aus und nimmt ungefähr das halbe Volk mit.

Oft sind es die besonders starken Völker, die sich teilen wollen. Die heutige Imkerei ist jedoch darauf ausgerichtet den Schwarmtrieb abzuzüchten. Der Schwarm folgt oft dem gleichen Muster. An den Vortagen sieht man einen sogenannten Bienenbart an der Beute hängen. Die Bienen passen schon nicht mehr in die Beute oder würden die Beute überhitzen, wenn sie alle einlaufen würden. Nun fehlt nur noch ein warmer Sommer- oder Frühsommertag. An diesem fangen die Kundschafterinnen schon früh an auszuschwärmen, um einen ersten Sammelplatz zu finden. Ist das geschafft, fliegen immer mehr Arbeiterinnen zum Sammelplatz. Irgendwann hat sich eine solche Dynamic entwickelt, dass ein ganzer Schwarm von Arbeiterinnen losfliegt. Das ist ein grandioses Naturschauspiel. Tausende von Bienen hängen in der Luft mit einem Ziel, dem Sammelplatz. Das passiert so am späten Vormittag oft gegen 11:00 Uhr. Beim Finden des Sammelplatzes liegt nicht die Leistung im Finden des Platzes selbst, sondern in der Einigung auf einen einzigen Platz.

Wenn der Schwarm losgebraust ist, dauert es nur noch einen Moment. Die Königin lässt sich am Flugloch sehen und hebt ab in Richtung Sammelplatz, zusammen mit ihren Hofdamen. Beim Schwarm angekommen, arbeitet sie sich gleich in sein Zentrum vor. Hier verweilen sie ein bis drei Stunden, in denen wiederum Kundschafterinnen nach einer dauerhaften Bleibe Ausschau halten. Nun ist Zeit für den Imker die Flüchtigen wieder einzufangen.

Am Nachmittag machen sich die Bienen in der Regel wieder auf die Reisen, wenn sie sich auf eine Bleibe geeinigt haben. Dafür bieten sich verschiedene Hohlräume an. Jetzt, wo immer mehr Bienen in der Stadt gehalten werden, nehmen sie auch immer wieder gern kleine Zwischenräume in Wänden, um sich niederzulassen. Manchmal kommt es auch vor, dass sich ein Schwarm in einer leeren Beute niederlässt. Hat der Schwarm einen Hohlraum gefunden, beginnen sie sofort mit dem Ausbau. Schon in wenigen Stunden werden sie erreicht haben, wozu ein normales Volk ein bis zwei Wochen braucht. Man nennt dies Schwarmdynamic. Schon nach einem Tag kann die Königin ihre ersten Eier ablegen. Nun ist der Fortbestand der Volkes grundlegend gesichert. In 22 Tagen werden die ersten neuen Arbeiterinnen schlüpfen.

Im zurückgelassenen Teil des Volkes beginnt nach dem Auszug der alten Königin der Schlupf der jungen Königin. Sie schneidet langsam die Spitze der Weiselzelle auf. Sofort sammeln sich nun ein paar Zofen, um die schlüpfende Königin zu füttern. Die Königin entwickelt sich in den nächsten drei bis fünf Tagen zur Geschlechtsreife und begibt sich anschließend mehrfach auf Jungfernflug. Dort wird sie von 8 -10 Drohnen befruchtet. Sie speichert nun das Sperma für ihr Leben in der entsprechenden Blase. Wenn es aufgebraucht ist, wird ihr Volk mit ihr kurzen Prozess machen. Ihre Leistungsfähigkeit sichert den Fortbestand des Volkes.

Bei der Rückkehr wird sie schon von den Zofen am Flugbrett erwartet und sofort in Empfang genommen. Nach weiteren drei bis vier Tagen fängt die Königin an ihre ersten Eier zu legen. Nun sind seit der Flucht der Altkönigin ca. sieben Tage vergangen und die junge Königin liegt in Brut. Auch der Fortbestand des zurückgelassenen Teil des Volkes ist nun gesichert.

Doch so schön, wie beschrieben klappt es nicht immer. Häufig wird die Jungkönigin bei ihren Jungfernflug von einem Vogel oder einer Hornisse gefressen. Dann muss das Volk, wenn möglich, sofort anfangen eine neue Königin nachzuziehen. Ein solcher Zwischenfall kann die Existenz des Volkes des stark gefährden, weil die Entwicklungszeit für Bienenvölker relativ kurz ist. Wenn das Volk über den Winter kommen würde, bräuchte das Bienenvolk ein Jahr, um diesen Rückstand aufzuholen.

Schwarmfang

 

In Berlin und Umgebung fange ich Bienenschärme ein. Für jede zum Fang des Schwarmes führende Meldung zahle ich Ihnen einen "Finderlohn" von 20,-€. Sie erreichen mich unter +49 176 640 10 541. Sie erkennen einen Bienenschwarm daran, dass er in einer Traube frei hängt. Dadurch unterscheiden sie sich klar von in Erdlöchern oder Mauern lebenden Wespen. Am besten Sie schauen sich mein Video zu einem Schwarm an.

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