Über mich

Über mich

 

Seit relativ kurzer Zeit bin ich Imker, Hobbyimker. Angefangen hat alles mit dem "Großen Buch der Bienen" von Jutta Gay und Inga Menkhoff. Nein, eigentlich hat alles mit Herrn Klack angefangen.

Es war einer dieser heißen Sommer an die wir uns sicherlich alle erinnern können, wenn wir an unsere Kindheit denken. Ich war an dem Nachmittag wie immer auf dem Weg zum Schäfer. Herrn Greupa besuchte ich seit ein paar Monaten immer wieder am Nachmittag. Er hütete seine Schafe in der Nähe unseres Ortes auf dem Grund eines verlassenen Dorfes.

Ganz in der Nähe hatte Herr Klack seine Bienen stehen. Immer wenn ich beim Schäfer den Nachmittag verbrachte, schaute ich bei den Bienen vorbei. Es war schön das Treiben an den Fluglöchern zu beobachten und zu sehen, wie manche von ihnen schwer bepackt mit Pollen wieder heimkehrten.

So kam es, dass ich eines Tages den Imker bei der Arbeit traf. Er trug seinen Schleier und hatte eine Imkerpfeife im Mund. Er war überrascht, dass sich noch jemand, außer dem Schäfer und ihm hier aufhielt und lud mich ein, mir den Wagen von innen anzusehen.

Ich bin in einem kleinen Dorf in Mitten der Mecklenburgischen Seenplatte aufgewachsen und es war einer, dieser für die DDR so typischen Bienenwagen mit ca. 30 Völkern. Es war im Sommer 1987. Die Sonne hatte den Wagen sehr aufgeheizt und so fing mich gleich der Duft von Honig und Bienenwachs ein, der in der Luft lag. Es war für mich sehr faszinierend nun die Völker von innen und das Treiben im inneren des Stocks ansehen zu dürfen. Ich war infiziert.

Irgendwann wollte ich Bienen halten, das stand fest. Von Zeit zu Zeit hat jeder wohl Tage im Leben, an denen er über Vergangenes nachdenkt und Entscheidungen trifft. Ich fasste den Entschluss: "Jetzt möchte ich Bienen halten. Nicht irgendwann, sondern jetzt." Es waren viele Jahre vergangen. Jetzt wollte ich nicht mehr warten. Ich sog über ein paar Monate alles in mich ein, was mit Bienen zu tun hatte, kaufte mir einen kleine Imkerei, die es ermöglichte

acht Völker zu halten und dann kam der große

Tag. Im Internet hatte ich 3 Völker reserviert.

Ich bereitete drei Beuten vor und lud sie ins

Auto. Nach ein paar Stunden Fahrt kam ich

beim Imker an und sah meine Völker zum

ersten Mal. Es waren besonders starke Car-

nica-Völker. Auf der Fahrt nach Hause hörte

ich sie immer wieder hinter mir summen. In den

darauffolgenden Wochen, eigentlich bis heute,

kann ich es immer kaum erwarten an den

Bienenstand zu kommen und nach ihnen zu

sehen. Die Imkerei ist genauso faszinierend,

wie ich sie mir vorgestellt hatte.

Ich liebe es heute an warmen Sommertagen am Bienenstand zu arbeiten und genau wie damals den Honig und den Wachs zu riechen. Einen solchen Imkerwagen habe ich zwar nicht, aber auch an einem offenen Bienenstand geht der Duft nich verloren. Und dann sind da noch die Hauptdarsteller, nun sind es meine Bienen, die da umherfliegen und Nektar und Pollen sammeln.

Was ich in den letzten Jahren gelernt habe?

Geduld. Von Natur aus bin ich ein eher ungeduldiger Mensch, aber die Bienen haben mir gezeigt, dass alles seine Zeit braucht und dass man mit Ungeduld viel kaputt machen kann.

Bienen und das 360° Feedback


In meinem Hauptberuf bin ich Manager einer Serviceeinheit und beschäftige mich immer wieder mit der Bewertung von Managementleistungen. Meine Meinung ist, dass Manager immer wieder ihre Wirksamkeit prüfen sollten. Immer wieder berichten Personalmanager stolz über das eingeführte 360° Feedback für Manager. Bienen sind hier schon etwas weiter. Für uns ist die Bienenkönigin immer der unangefochtene Herrscherin über ihr Volk. Das stimmt so aber nicht. Das Volk bewertet die Leistung der Königin und ihre Fähigkeiten ihr Volk zu entwickeln. Entwickelt sich das Volk nicht entsprechend gut, zieht sich das Volk eine neue Königin. Die alte Königin wird dann um die "Ecke" gebracht.

Das Gute an der Bewertung durch das Volk ist, es lässt ihr auch eine Chance etwas anders zu machen. Ist aber das Überleben des Volkes bedroht, reagiert es sehr schnell.

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